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Wissenswertes zum Thema Fisch

Warum kennen Eskimos keinen Herzinfarkt?
Nicht nur Herzinfarkt, auch Schlaganfall und Bluthochdruck sind dem Eskimo praktisch unbekannt. Was macht er richtiger als wir? Genau - er isst viel Fisch - Meeresfisch. Und der ist gesund! Vor allem wegen der Omega-3-Fettsäuren, die im Kaltwasserfisch besonders reichlich vorkommen. Ernährungswissenschaftler raten deshalb, zweimal pro Woche Seefisch zu essen. Kann es kein frischer Fisch sein, tun es auch Konserven, denn die wertvollen Fette und auch die reichlich vorhandenen Vitamine A, B12 und D sowie Phosphor, Fluor (gegen Karies), Selen, Kalzium, Eisen und Jod (beugt Schilddrüsenerkrankungen vor) werden durch die Konservierung nicht zerstört!

Auch die Schadstoffbelastung ist kein Grund mehr, auf Fisch zu verzichten. Das Fisch-Informationszentrum in Hamburg gibt Entwarnung für Schwermetalle, Kadmium, Blei und Dioxin.

Selbst Wurmlarven werden nicht als kritisch eingeschätzt. Sie sitzen ohnehin fast ausschließlich in den Bauchlappen und werden auch dort durch die Zubereitung (Räuchern, Braten, Frosten usw.) sicher abgetötet.

Gibt es noch genug Fisch für alle?
Die Frage ist berechtigt! 70% der Fischbestände der Welt sind ausgebeutet. Der Kabeljau in der Nordsee ist eine der Arten, die besonders von Überfischung betroffen sind. Deshalb hat die EU die Fangquoten ganz erheblich gesenkt.

Eine Ursache für den Rückgang der Bestände ist sicher auch, dass beim Fang der 90 Millionen Tonnen Fisch, die weltweit pro Jahr verzehrt werden, insgesamt 30 Millionen Tonnen "Beifang" tot und ungenutzt ins Meer zurückgeworfen werden.

In allen Fangflotten der Welt zusammen gibt es 38.400 Fabrikschiffe, von denen das größte 144 m lang ist und bis zu 7.000 Tonnen Fisch aufnehmen kann!

Die Deutschen und der Fisch
Jeder Deutsche isst im Schnitt pro Jahr ca. 14 kg Fisch. Das ist im Vergleich zu anderen Nationen noch wenig - bei den Isländern sind es beispielsweise 91 kg!

Die deutsche Fangflotte umfasst 13 Verarbeitungsschiffe und 2.269 kleine Kutter. Von den knapp 50.000 Menschen, die in unserer Fischwirtschaft beschäftigt sind, werden aber nur 12% unseres Eigenbedarfes gefangen und verarbeitet. Den großen Rest von ca. 1,5 Millionen Tonnen importieren wir aus Ländern wie Norwegen, Russland, China und Dänemark.

Quelle: Bild am Sonntag vom 09. März 2003